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Nachricht |
Chimak
Gast
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| 1/8 | Titel: Fährtenarbeit ??? | Verfasst am: 25/8/2005, 12:28 |
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hi,
kann mir mal einer genau erklären wie Fährtenarbeit so abläuft?
kann ich das auch einer normalen wiese machen oder ist ein acker in jedemfall besser?
auf was muß man achten und wie ist der genaue ablauf bzw. wie führe ich meinen hund daran?
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Sponsor
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Heike S.
hat hier den Zweitwohnsitz


Geschlecht: 
Alter: 46

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| 2/8 | Titel: Fährtenarbeit ??? | Verfasst am: 25/8/2005, 12:44 |
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Ich kann dir nur raten mit einem erfahrenen Fährtenmann/frau zu gehen. Die Leute mit denen ich gehe, waren sogar schon auf deutschen Meisterschaften in früheren Zeiten. Es ist schwierig das zu erklären. Du brauchst auf jeden Fall viel Geduld, feines Leckerlie am besten Hundewurst. Ein Schild, welches den Abgang markiert (das ist der FÄhrtenanfang). Ich kann dir sagen wie ich es bei Oskar und Liese gelernt habe (unter Google findest du auch einiges über Fährten). Ich habe am Anfang auf der Wiese gelegt, das ist relativ einfach (die darf aber nicht so hoch sein). Jeder Schritt den du mit den Schuhen machst, verletzt sozusagen den Boden, und das ist der Geruch den der Hund u.a. aufnimmt. Ich habe 10 kleinere Schritte gemacht und in jeden Schritt ein Leckerlie, etwa Daumennagelgroß hingelegt. Am Ende der Fährte habe ich einen kleinen Gegenstand, z.B. ein altes Autoschlüsslmäppchen, welches ich eine Weile an meinem Körper getragen habe (eigengeruch) hingelegt und einen kleineren Haufen Leckerlies drauf getan. Wenn der Hund auf mein Kommando "Such" (muss man üben) den Gegenstand gefunden hat, ausgiebig loben und danach habe ich die beiden ihre Fährte nochmals absuchen lassen. Viele spielen mit den Hunden danach (Beißwurst o.ä.) aber meine wollen lieber nochmal gucken, ob sie nicht ein Leckerlie vielleicht überlaufen haben. Das wird dann beliebig ausgebaut. Es gibt aber eine Prüfungsordnung und nach der sollte man sich schon richten, dass ist später dann einfacher, als wenn ich dem Hund nochmal was Neues beibringen muss. Ich habe die ersten beiden WOchen jeden Tag eine kleine Fährte gelegt und beiden sind sofort mit tiefer Nase reingegangen. Liese sucht intensiver und genüßlich, wobei Oskar schnell vorpreschen will, der heult schon wenn ich die Utensilien für die Fährte aus dem Auto hole. Es gibt auch ein tolles Buch dazu: Paul Kufner, das Fährtenbuch beim Ebner Verlag. Richtig toll gemacht mit Bildern und wie vermeide ich Fehler.
Für mich eine sehr sinnvolle Beschäftigung für Mensch und Tier auch wenn man keine Prüfung machen will. Bringt Abwechslung in den Spaziergang
Heike
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Gesa
lässt sich hier nieder


Geschlecht: 
Alter: 31

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| 3/8 | Titel: Fährtenarbeit ??? | Verfasst am: 25/8/2005, 15:23 |
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Hi,
Ich habe immer auf schwarzem Acker angefangen. Das hat den Vorteil, dass man die eigene Fährte selber sieht und besser korrigieren kann.
Ich habe dann mit zwei Fährten direkt hintereinander begonnen. Die erste ca. 20 Schritte und die zweite dann 40.(Auf der ersten kann der Hund sich einsuchen und ist dann auf der 2. konzentrierter)
Der "Abgang" wir aus ca. 5 Fußabdrücken aufgebaut und daneben kommt links das Fährtenschild. Auf der Fährte nehme ich Frikadellen, wie man sie im Supermarkt fertig gebraten kaufen kann und schneide sie in kleine Stücke (ca. 0,5 x 0,5 cm). In jeden Fußstapfen kommt ein Stück und an das Ende ein ganzer Haufen! (Bei uns markiert niemals ein Gegenstand das Fährtenende und Gegenstände werden auch nie mit Futter belegt!!!).
Dann wird dicht neben dem Hund gegangen und jeder Futterbrocken mit der Hand und Kommando "Such" gezeigt. Ich lasse auch keinen Hund in diesem Stadium einen Futterbrocken überlaufen...
Am Ende angekommen freue ich mich riesig, lobe, und nach dem Fressen des "Haufens" wird dann mit Ball bestätigt!
Hat der Hund das gut verstanden, lege ich die Fährten zusammen und beginne das Futter zu reduzieren (nur noch jeder dritte Schritt, dann jeder 5. usw). Die Fährte wird dann auch langsam auf 200 Schritte ausgebaut. niemals aber lasse ich Futter ganz weg. Es reicht, wenn der Hund auf der Prüfung leer sucht!
Bei Ozzy liegt nach wie vor nach ca. 50 Schritten immer ein Brocken und natürlich der Haufen am Ende!
Klappt das gut, werden Winkel eingeführt. Diese lege ich dann wiederum komplett mit Futter aus, welches dann wieder nach und nach reduziert wird.
Die Gegenstände führe ich auf einer extra Fährte ein. Diese ist gerade und beinhaltet nur die Gegenstände. Kommt der Hund an einen solchen, schicke ich ihn ins "Platz" und dann freue ich mich wieder tierisch und es gibt ein extra großes Stück Würstchen. (Besseres oder anderes Futter, als auf der Fährte) Dies gibt es aber aus der Hand und niemals liegt es auf dem Gegenstand, denn dann bekommt der Hund Schwierigkeiten, die Gegenstände vom restlichen Fährtenfutter zu unterscheiden und er soll sich ja nich an jedem Futterbrocken hinlegen, sondern nur, wenn er Witterung von Fährtengegenstand bekommt! Wenn der Gegenstand aber nur noch nach Futter riecht, ist da nicht einfach...!
Auch endet bei uns die Fährte niemals mit einem Gegenstand, denn die Gefahr, dass er dann auf der Prüfung auch denkt, der erste Gegenstand ist das Ende der Fährte, ist mir zu hoch...
Ja, nimmt der hund die Gegenstände dann an und zeigt, dass er sich auch von alleine hinlegt, so werden sie in die normale Fährtenarbeit integriert!
Jeder hat natürlich sein eigenes System und die Hauptsache ist, es funktioniert für den eigenen Hund!!!
Ich hoffe aber, dies hilft etwas weiter!! Fährtenarbeit ist reine Fleißarbeit und muß insbesondere zu Beginn sehr, sehr regelmäßig durchgeführt werden...
LG Gesa!
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Chimak
Gast
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| 4/8 | Titel: Fährtenarbeit ??? | Verfasst am: 25/8/2005, 22:54 |
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danke,die erklärungen reichen erstmal aus
« Heike S. » hat folgendes geschrieben:
Für mich eine sehr sinnvolle Beschäftigung für Mensch und Tier auch wenn man keine Prüfung machen will. Bringt Abwechslung in den Spaziergang
jo,so sehe ich das eher und warum soll man sich keinen rat holen wenn man hier schon erfahrene leute auf dem gebiet hat
da chimak gerne sucht und selbst der futterball eins seiner liebsten gegenstände ist... wäre das wohl mal eine nette erweiterung.
@Gesa,ist Ozzy eigentlich im vorteil durch seine rettungshunde arbeit oder fällt es ihm einfacher ?
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Redwoodsbulldogs
hat hier den Zweitwohnsitz


Geschlecht: 
Alter: 43

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| 5/8 | Titel: Fährtenarbeit ??? | Verfasst am: 26/8/2005, 07:34 |
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Simone, bist Du auf keinem Hundeplatz die Fährtenarbeit anbieten, oder gibt es keinen bei Euch in der Nähe? Wenn man mit dem fährten anfängt ist es ganz gut jemand zu kennen der weiß wie es geht um sich zumindest einmal die Grundkenntnisse anzueignen.
Gruß
Grit
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Heike S.
hat hier den Zweitwohnsitz


Geschlecht: 
Alter: 46

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| 6/8 | Titel: Fährtenarbeit ??? | Verfasst am: 26/8/2005, 07:48 |
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Ich lasse beide Hunde auch niemals Futterbrocken überlaufen, trotzdem meinen sie, es könnte ja sein. Meine laufen lieber nochmal ihre Fährte ab, als spielen.
Simone, ich denke auch du solltest dir jemanden suchen der dir genau aufzeigt wie es geht du weißt ja: zwischen Theorie und Praxis liegen Welten.
Heike
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Sponsor
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Chimak
Gast
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| 7/8 | Titel: Fährtenarbeit ??? | Verfasst am: 26/8/2005, 08:09 |
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« Redwoodsbulldogs » hat folgendes geschrieben:
Simone, bist Du auf keinem Hundeplatz die Fährtenarbeit anbieten, oder gibt es keinen bei Euch in der Nähe? Wenn man mit dem fährten anfängt ist es ganz gut jemand zu kennen der weiß wie es geht um sich zumindest einmal die Grundkenntnisse anzueignen.
nee,ich geh nicht auf einen hundeplatz...
aber nachbarn von uns haben mit ihren bulldog früher fährte gemacht
ansonsten muß ich wohl mal ne privat stunde bei gesa anmelden
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Kerstin
Gast
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| 8/8 | Titel: Fährtenarbeit ??? | Verfasst am: 15/1/2006, 08:24 |
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Zitat:
Ich lasse beide Hunde auch niemals Futterbrocken überlaufen, trotzdem meinen sie, es könnte ja sein. Meine laufen lieber nochmal ihre Fährte ab, als spielen.
... das würde ich eher nicht zulassen, denn somit gehts Du die Gefahr ein, das Dein Hund 'unsauber wird' sprich daraus verknüpft das er ja nicht richtig suchen muss, sondern später ja noch Gelegenheit dazu hat.
Ich kann jedem mit Interesse daran ein Buch von Paul Kufner empfehlen.: es heißt Fährtenpraxis (in Wort und Bild). Tja und dann heißt es üben, auch wenn das eine verdammte Fleißdisziplin ist, aber wenn man erst mal richtig dran ist, dann machts sogar dem Menschen Spaß (die Hunde fahren eh meist total drauf ab).
Der Aufbau der Hunde variert sehr stark: ein Diensthundeführer, welche einen Sprengstoffhund und seinen Hovawart hat, hat die Ausbildung seines Diensthundes auch für das Fährten übernommen. Sprich er legt zuerst eine richtige Futterspur auf Asphalt, damit der Hund das Kommando auch wirklich mit dem Futtersuchen verknüpft und geht dann nach wenigen Übungssequenzen auf eine saftige Wiese (also momentan etwas schlecht). Dort eine kurze Fährte legen bei der in jeden Fußabdruck angeweichtes TroFu kommt (mit der Hacke etwas fester auftreten und in in dieses Vertiefung reinlegen). Die möglichst früh morgens legen, max.20 min liegen lassen und den Hund mit Kommando ansetzen. Das früh morgens ist für den Anfänger deshalb gut, weil in dieser Zeit die Bodengerüche extrem nach oben steigen, wenn sich der Boden von der Nacht her erwärmt, somit hat der Hund ein intensiveres Geruchsfeld.....
Fortsetzung folgt....
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